Das Räuchern mit Räucherharzen wurde schon bei den Urvölkern betrieben. Da keine Zusatzstoffe vorhanden sind, ist das Räuchern sehr rein, da keine ätehrische Öle und kein Bambusstäbchen dabei ist. Ein wenig Räucherharz (Kristalle oder Puder) wird direkt auf die Räucherkohle gestreut und schon genießt man eine ganz andere Art von Räuchern. Es ist auch möglich zwei oder drei verschieden Arten von Räucherharze zusammen zu räuchern.

Welche Räucherharze gibt es und welche Wirkung haben diese?

Das Räucherharz Copal verbreitet beim Verbrennen einen feinen, frischen und leicht zitronigen Geruch, verbunden mit einer balsamischen Note. Während des Räuchervorgangs gibt das Copal einen starken, weißen Rauch ab. Nach dem Verbrennen bleibt nur ein feiner Staub zurück. Es bleibt keine klebrige Harzmasse übrig, dies ist ein Zeichen für die gute Qualität des Harzes. Ebenfalls die Größe der Harzstücke ist ein Qualitätsmerkmal. Je größer die Stücke, umso besser. Das Copal Harz lässt sich allein als auch in Mischungen ausgezeichnet Räuchern. Das Copal Räucherharz erzeugt eine entspannende und beruhigende Wirkung. Zudem hilft es, die Wahrnehmung der Seele für das Göttliche zu schärfen. Das Copal Harz schafft eine optimale Atmosphäre für Gebet und Meditation.

Drachenblut wird schon seit vielen Jahrhunderten zum Räuchern verwendet. Es kann einzeln, oder auch als Beigabe für Räuchermischungen verwendet werden. Beim Räuchern setzt es einen sehr starken und dunklen Rauch frei, wobei das Harz einen würzig-herben und intensiven Duft verbreitet. Das Drachenblut wurde bei Ritualen, Zauberformeln und Beschwörungen verräuchert. Es galt als Schutz- und Reinigungsmittel gegen negative Energien, böse Geister, und Neid.

Ein weiteres Räucherwerk ist Benzoe sumatra. Es duftet süß, balsamisch, und ist leicht rauchig. Es eignet sich hervorragend in Mischungen und für das Räuchern am Abend. Die aphrodisische Kraft, wird durch die Süße verstärkt Die Räucherung mit Benzoe sumatra tröstet die Seele bei Traurigkeit und innerer Verletztheit und gibt inneren Frieden. Zudem hilft es bei trockenem Husten.

Kiefernharz von Pinien ist hervorragend als Räuchermittel. Beim Verbrennen verströmt ein angenehmer und warmer, sowie, balsamischer und waldiger Duft, mit einer leichten Vanille-Note. Die Rauchentwicklung ist sehr intensiv. Das Kiefernharz vertreibt Melancholie und Trauer und erzeugt eine warme und anregende Atmosphäre und hat eine reinigende Wirkung.

Der Weihrauchharz ist sehr bekannteste und sehr beliebt zum Räuchern. Der Duft des Weihrauchharz vertieft die Gedanken, ist wärmend, schleimlösend, sowie wund heilend und besänftigt das Gemüt.

Das Räuchern mit Kampfer erzeugt einen sehr typischen frischen Duft, mit minziger Note. Beim Verbrennen verflüchtigt sich der Räucherstoff sehr rasch. Die Räucherung mit Kampfer wirkt stark reinigend, befreit und klärt die Atemwege auf. Der Kampfer stärkt die Konzentration, und befreit den Geist, stärkt die Wahrnehmung und reinigt die Atmosphäre

Räucherharze gibt es zahlreiche und für jeden ist etwas dabei.